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prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 150 0,8 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 150

f(1) = 150 0,8

f(2) = 150 0,80,8

f(3) = 150 0,80,80,8

f(4) = 150 0,80,80,80,8

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 0,8 multipliziert. Da 0,8 < 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt kleiner, und zwar auf das 0,8-fache, also auf 80 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Abnahme beträgt also 100% - 80% = 20 %

c und a gegeben

Beispiel:

Eine Bakterienkultur vermehrt sich stündlich um 35%. Zu Beobachtungsbeginn umfasste die Kultur 28 Milionen Bakterien.a) Wie viel Millionen Bakterien hat die Bakterienkultur nach 6 Stunden? b) Wann umfasst die Kultur 3028 Millionen Bakterien?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=28 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Zunahme um 35% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 35% dazukommen,
also Bneu = B + 35 100 ⋅B = (1 + 35 100 ) ⋅ B = 1,35 ⋅ B. Somit ist das a=1,35.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 28 1,35 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=6 Stunden, also f(6):

f(6) = 28 1,35 6 169,496.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 3028 Millionen Bakterien ist, also f(t) = 3028:

28 1,35 t = 3028 |:28
1,35 t = 757 7 |lg(⋅)
lg( 1,35 t ) = lg( 757 7 )
t · lg( 1,35 ) = lg( 757 7 ) |: lg( 1,35 )
t = lg( 757 7 ) lg( 1,35 )
t = 15,6061

Nach ca. 15,606 Stunden ist also der Bestand = 3028 Millionen Bakterien.

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

In einem Land hat man festgestellt, dass die Anzahl einer bestimmten Insektenart exponentiell abnimmt. Zu Beginn der Beobachtung wurden 12 Millionen dieser Insekten geschätzt. 4 Jahre nach Beobachtungsbeginn werden noch 6,56 Millionen der Insekten geschätzt. a) Wie viele Millionen der Insekten gibt es in dem Land noch nach 6 Jahren? b) Wann erwartet man nur noch 8,9 Millionen dieser Insekten?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=12 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 12 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 4 Jahre der Bestand 6.56 Millionen Insekten ist, also f(4) = 6.56. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 12 a t ein:

12 a 4 = 6,56 |:12
a 4 = 0,54667 | 4
a1 = - 0,54667 4 -0,86
a2 = 0,54667 4 0,86

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 0,86 ≈ 0.86 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 12 0,86 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=6 Jahre, also f(6):

f(6) = 12 0,86 6 4,855.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 8.9 Millionen Insekten ist, also f(t) = 8.9:

12 0,86 t = 8,9 |:12
0,86 t = 0,7417 |lg(⋅)
lg( 0,86 t ) = lg( 0,7417 )
t · lg( 0,86 ) = lg( 0,7417 ) |: lg( 0,86 )
t = lg( 0,7417 ) lg( 0,86 )
t = 1,9812

Nach ca. 1,981 Jahre ist also der Bestand = 8.9 Millionen Insekten.

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei einer Internetseite kann man davon ausgehen, dass sich die Anzahl der Nutzer wöchentlich um 10% vermehrt. Nach 7 Wochen zählt man bereits 5846,15 Nutzer.a) Wie hoch ist nach diesem Modell die Anzahl der Nutzer nach 8 Wochen? b) Nach wie vielen Wochen ist die Anzahl der Nutzer auf 3600 angewachsen?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Zunahme um 10% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 10% dazukommen,
also Bneu = B + 10 100 ⋅B = (1 + 10 100 ) ⋅ B = 1,1 ⋅ B. Somit ist das a=1,1.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 1,1 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 7 Wochen der Bestand 5846.15 Nutzer ist, also f(7) = 5846.15. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 1,1 t ein:

c ⋅ 1.17 = 5846.15

c ⋅ 1.94872 = 5846.15 | : 1.94872

c = 3000

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 3000 1,1 t .

zu a)

Gesucht ist die Anzahl der Nutzer zum Zeitpunkt t=8 Wochen, also f(8):

f(8) = 3000 1,1 8 6430,766.

zu b)

Hier wird gefragt, wann die Anzahl der Nutzer = 3600 Nutzer ist, also f(t) = 3600:

3000 1,1 t = 3600 |:3000
1,1 t = 6 5 |lg(⋅)
lg( 1,1 t ) = lg( 6 5 )
t · lg( 1,1 ) = lg( 6 5 ) |: lg( 1,1 )
t = lg( 6 5 ) lg( 1,1 )
t = 1,9129

Nach ca. 1,913 Wochen ist also die Anzahl der Nutzer = 3600 Nutzer.

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 1,126 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Verdopplungszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 1,126 t ablesen: a=1.126.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.126(2) ≈ 5.84 (Zeiteinheiten)

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 9,2% seines Bestands. Bestimme die Halbwertszeit dieses radioaktives Elements.

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Die prozentuale Abnahme um 9.2% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 9.2% weggehen,
also Bneu = B - 9.2 100 ⋅B = (1 - 9.2 100 ) ⋅ B = 0,908 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=0,908.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.908( 1 2 ) ≈ 7.18 Tage

Exponentialterm mit Halbwertszeit best.

Beispiel:

Bei einem Staat mit 60 Millionen Einwohner geht man davon aus, dass die Einwohnerzahl exponentiell abnimmt. Nach 22,8 Jahren hat sich die Bevölkerung halbiert?Bestimme den Funktionsterm der Exponentialfunktion, die die Einwohnerzahl in Millionen Einwohner nach t Jahren angibt.

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Von der allgemeinen Exponentialfunktion f(t)= c · a t können wir den Anfangswert c = 60 direkt der Aufgabe entnehmen.

Um nun noch den Wachstumsfaktor a zu bestimmen, nutzen wir die Formel für die Halbwertszeit: TH = loga( 1 2 ).

Also 22.8 = loga( 1 2 ). Nach der Definition des Logarithmus ist dies gleichbedeutend mit

a 22,8 = 1 2 | 22,8
a1 = - ( 1 2 ) 1 22,8 -0,97
a2 = ( 1 2 ) 1 22,8 0,97

Das gesuchte a ist somit 0,97 ≈ 0.97, der gesuchte Funktionsterm f(t)= 60 0,97 t