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Aufgabentypen anhand von Beispielen durchstöbern

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Zweisatz (antiproportional)

Beispiel:

Ein Hausmeister hat ein extra Budget von 240 € für die Schulreinigung in den Ferien, das er unter helfenden Schüler:innen aufteilen kann (er selbst bekommt nichts von dem Geld).

Welchen Lohn könnte er jeder Helfer:in bezahlen, wenn er 4 Helfer:innen hätte?

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Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:

1 Helfer:in240 € Lohn
4 Helfer:innen?

Um von 1 Helfer:innen in der ersten Zeile auf 4 Helfer:innen in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir mit 4 multiplizieren. Wegen des antiproportionalen Zusammenhangs der beiden Größen müssen wir aber auf der rechten Seite die 240 € Lohn durch 4 teilen, um auf den Wert zu kommen, der den 4 Helfer:innen entspricht:

⋅ 4
1 Helfer:in240 € Lohn
4 Helfer:innen?
: 4
⋅ 4
1 Helfer:in240 € Lohn
4 Helfer:innen60 € Lohn
: 4

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 4 Helfer:innen entspricht: 60 € Lohn

Dreisatz (antiproportional)

Beispiel:

Wenn 6 Personen das Schulhaus putzen, brauchen sie dafür 10 h.

Wie lange bräuchten 5 Personen hierfür?

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Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:


6 Personen10 h
??
5 Personen?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Personen in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 6 Personen teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 6 und von 5 sein, also der ggT(6,5) = 1.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 1 Personen:


6 Personen10 h
1 Person?
5 Personen?

Um von 6 Personen in der ersten Zeile auf 1 Personen in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 6 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 10 h nicht durch 6 teilen, sondern mit 6 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 1 Personen links entspricht:

: 6

6 Personen10 h
1 Person?
5 Personen?

⋅ 6
: 6

6 Personen10 h
1 Person60 h
5 Personen?

⋅ 6

Jetzt müssen wir ja wieder die 1 Personen in der mittleren Zeile mit 5 multiplizieren, um auf die 5 Personen in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 6
⋅ 5

6 Personen10 h
1 Person60 h
5 Personen?

⋅ 6
: 5

Auch hier müssen wir auf der rechten Seite wieder aufgrund des antiproportionalen Zusammenhangs das Rechenzeichen umdrehen, also die 60 h in der mittleren Zeile durch 5 dividieren:

: 6
⋅ 5

6 Personen10 h
1 Person60 h
5 Personen12 h

⋅ 6
: 5

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 5 Personen entspricht: 12 h

Tabelle (antiproportional)

Beispiel:

Die Tabelle zeigt Werte von zwei Größen mit einem antiproportionalen Zusammenhang. Übertrage die Tabelle in dein Heft und berechne mit dem Dreisatz die fehlende Größen.

20 Helfer:innen30 € Lohn
??
30 Helfer:innen?

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Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Helfer:innen in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 20 Helfer:innen teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 20 und von 30 sein, also der ggT(20,30) = 10.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 10 Helfer:innen:


20 Helfer:innen30 € Lohn
10 Helfer:innen?
30 Helfer:innen?

Um von 20 Helfer:innen in der ersten Zeile auf 10 Helfer:innen in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 2 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 30 € Lohn nicht durch 2 teilen, sondern mit 2 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 10 Helfer:innen links entspricht:

: 2

20 Helfer:innen30 € Lohn
10 Helfer:innen?
30 Helfer:innen?

⋅ 2
: 2

20 Helfer:innen30 € Lohn
10 Helfer:innen60 € Lohn
30 Helfer:innen?

⋅ 2

Jetzt müssen wir ja wieder die 10 Helfer:innen in der mittleren Zeile mit 3 multiplizieren, um auf die 30 Helfer:innen in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 2
⋅ 3

20 Helfer:innen30 € Lohn
10 Helfer:innen60 € Lohn
30 Helfer:innen?

⋅ 2
: 3

Auch hier müssen wir auf der rechten Seite wieder aufgrund des antiproportionalen Zusammenhangs das Rechenzeichen umdrehen, also die 60 € Lohn in der mittleren Zeile durch 3 dividieren:

: 2
⋅ 3

20 Helfer:innen30 € Lohn
10 Helfer:innen60 € Lohn
30 Helfer:innen20 € Lohn

⋅ 2
: 3

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 30 Helfer:innen entspricht: 20 € Lohn

Antiproportionalität überprüfen

Beispiel:

Prüfe, ob es sich um einen antiproportionalen Zusammenhang handelt; falls nicht, korrigiere die Werte so, dass der Zusammenhang antiproportional wird.

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Wir überprüfen zuerst, ob die 1000 km den 4 Liter pro 100km entsprechen.

: 5
⋅ 4

5 Liter pro 100km800 km
1 Liter pro 100km4000 km
4 Liter pro 100km1000 km

⋅ 5
: 4

Der urpsrünglich vorgegebene Wert 1000 km(für 4 Liter pro 100km) war also korrekt.


Jetzt überprüfen wir, ob die 498 km den 8 Liter pro 100km entsprechen.

: 5
⋅ 8

5 Liter pro 100km800 km
1 Liter pro 100km4000 km
8 Liter pro 100km500 km

⋅ 5
: 8

Der urpsrünglich vorgegebene Wert 498 km (für 8 Liter pro 100km) war also falsch, richtig wäre 500 km gewesen.

Dreisatz (antiprop.) beide Richtungen

Beispiel:

Karls hat für seine Geburtstagsparty Spezi bekommen. Dabei reicht es für jeden genau 8 Flaschen, wenn insgesamt 7 Personen auf seiner Party sind.

Wie viele Flaschen würde jeder bekommen, wenn insgesamt 4 Personen auf der Party wären?
Wie viele Personen können auf die Party, damit es für jeden zu 7 Flaschen reicht?

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Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:


7 Gäste8 Spezi-Flaschen
??
4 Gäste?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Gäste in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 7 Gäste teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 7 und von 4 sein, also der ggT(7,4) = 1.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 1 Gäste:


7 Gäste8 Spezi-Flaschen
1 Gast?
4 Gäste?

Um von 7 Gäste in der ersten Zeile auf 1 Gäste in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 7 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 8 Spezi-Flaschen nicht durch 7 teilen, sondern mit 7 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 1 Gäste links entspricht:

: 7

7 Gäste8 Spezi-Flaschen
1 Gast56 Spezi-Flaschen
4 Gäste?

⋅ 7

Jetzt müssen wir ja wieder die 1 Gäste in der mittleren Zeile mit 4 multiplizieren, um auf die 4 Gäste in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 7
⋅ 4

7 Gäste8 Spezi-Flaschen
1 Gast56 Spezi-Flaschen
4 Gäste14 Spezi-Flaschen

⋅ 7
: 4

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 4 Gäste entspricht: 14 Spezi-Flaschen



Für die andere Frage (Wie viele Personen können auf die Party, damit es für jeden zu 7 Flaschen reicht?) vertauschen wir die linke mit der rechten Spalte in der Tabelle, weil wir jetzt ja zwei "Spezi-Flaschen"-Werte haben und nach einem "Gäste"-Wert gesucht wird:


8 Spezi-Flaschen7 Gäste
??
7 Spezi-Flaschen?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Spezi-Flaschen in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 8 Spezi-Flaschen teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 8 und von 7 sein, also der ggT(8,7) = 1.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 1 Spezi-Flaschen:


8 Spezi-Flaschen7 Gäste
1 Spezi-Flasche?
7 Spezi-Flaschen?

Um von 8 Spezi-Flaschen in der ersten Zeile auf 1 Spezi-Flaschen in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 8 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 7 Gäste nicht durch 8 teilen, sondern mit 8 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 1 Spezi-Flaschen links entspricht:

: 8

8 Spezi-Flaschen7 Gäste
1 Spezi-Flasche56 Gäste
7 Spezi-Flaschen?

⋅ 8

Jetzt müssen wir ja wieder die 1 Spezi-Flaschen in der mittleren Zeile mit 7 multiplizieren, um auf die 7 Spezi-Flaschen in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 8
⋅ 7

8 Spezi-Flaschen7 Gäste
1 Spezi-Flasche56 Gäste
7 Spezi-Flaschen8 Gäste

⋅ 8
: 7

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 7 Spezi-Flaschen entspricht: 8 Gäste

Wert bei Anti-Proport. (Anwendungen)

Beispiel:

Ein Raum wird mit 50 LED-Leuchten á 190 Lumen ausgeleuchtet. Aus ästhetischen Gründen sollen nur noch 18 Leuchten im Raum installiert sein, diese sollen aber die gleiche Helligkeit erzeugen. Wie viel Lumen brauchen dann diese neuen LED-Leuchten?

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Da die Zuordnung der beiden Größen antiproportional ist, schreiben wir die Werte am besten mal in eine Tabelle:

Anzahl LED-LeuchtenHelligkeit
50 190 Lumen
( : 50 )( ⋅ 50 )
1 9500 Lumen
( ⋅ 18 )( : 18 )
18 9500 18 Lumen

Die gesuchte Helligkeit ist also 9500 18 = 4750 9 = 527 7 9 ≈ 527.778 Lumen