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Zweisatz (antiproportional)

Beispiel:

Karls hat für seine Geburtstagsparty 48 Flaschen Spezi bekommen.

Wie viele Flaschen würde jeder bekommen, wenn insgesamt 8 Personen auf der Party wären?

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Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:

1 Gast48 Spezi-Flaschen
8 Gäste?

Um von 1 Gäste in der ersten Zeile auf 8 Gäste in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir mit 8 multiplizieren. Wegen des antiproportionalen Zusammenhangs der beiden Größen müssen wir aber auf der rechten Seite die 48 Spezi-Flaschen durch 8 teilen, um auf den Wert zu kommen, der den 8 Gäste entspricht:

⋅ 8
1 Gast48 Spezi-Flaschen
8 Gäste?
: 8
⋅ 8
1 Gast48 Spezi-Flaschen
8 Gäste6 Spezi-Flaschen
: 8

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 8 Gäste entspricht: 6 Spezi-Flaschen

Dreisatz (antiproportional)

Beispiel:

Wenn Karla mit ihrem Handy jeden Tag immer 9 Minuten telefonieren würde, würden ihre Freiminuten noch genau 4 Tage halten.

Wann wären ihre Freiminuten aufgebraucht, wenn sie täglich 12 min telefonieren würde?

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Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:


9 Minuten pro Tag4 Tage
??
12 Minuten pro Tag?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Minuten pro Tag in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 9 Minuten pro Tag teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 9 und von 12 sein, also der ggT(9,12) = 3.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 3 Minuten pro Tag:


9 Minuten pro Tag4 Tage
3 Minuten pro Tag?
12 Minuten pro Tag?

Um von 9 Minuten pro Tag in der ersten Zeile auf 3 Minuten pro Tag in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 3 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 4 Tage nicht durch 3 teilen, sondern mit 3 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 3 Minuten pro Tag links entspricht:

: 3

9 Minuten pro Tag4 Tage
3 Minuten pro Tag?
12 Minuten pro Tag?

⋅ 3
: 3

9 Minuten pro Tag4 Tage
3 Minuten pro Tag12 Tage
12 Minuten pro Tag?

⋅ 3

Jetzt müssen wir ja wieder die 3 Minuten pro Tag in der mittleren Zeile mit 4 multiplizieren, um auf die 12 Minuten pro Tag in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 3
⋅ 4

9 Minuten pro Tag4 Tage
3 Minuten pro Tag12 Tage
12 Minuten pro Tag?

⋅ 3
: 4

Auch hier müssen wir auf der rechten Seite wieder aufgrund des antiproportionalen Zusammenhangs das Rechenzeichen umdrehen, also die 12 Tage in der mittleren Zeile durch 4 dividieren:

: 3
⋅ 4

9 Minuten pro Tag4 Tage
3 Minuten pro Tag12 Tage
12 Minuten pro Tag3 Tage

⋅ 3
: 4

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 12 Minuten pro Tag entspricht: 3 Tage

Tabelle (antiproportional)

Beispiel:

Die Tabelle zeigt Werte von zwei Größen mit einem antiproportionalen Zusammenhang. Übertrage die Tabelle in dein Heft und berechne mit dem Dreisatz die fehlende Größen.

8 Minuten pro Tag5 Tage
??
10 Minuten pro Tag?

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Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Minuten pro Tag in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 8 Minuten pro Tag teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 8 und von 10 sein, also der ggT(8,10) = 2.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 2 Minuten pro Tag:


8 Minuten pro Tag5 Tage
2 Minuten pro Tag?
10 Minuten pro Tag?

Um von 8 Minuten pro Tag in der ersten Zeile auf 2 Minuten pro Tag in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 4 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 5 Tage nicht durch 4 teilen, sondern mit 4 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 2 Minuten pro Tag links entspricht:

: 4

8 Minuten pro Tag5 Tage
2 Minuten pro Tag?
10 Minuten pro Tag?

⋅ 4
: 4

8 Minuten pro Tag5 Tage
2 Minuten pro Tag20 Tage
10 Minuten pro Tag?

⋅ 4

Jetzt müssen wir ja wieder die 2 Minuten pro Tag in der mittleren Zeile mit 5 multiplizieren, um auf die 10 Minuten pro Tag in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 4
⋅ 5

8 Minuten pro Tag5 Tage
2 Minuten pro Tag20 Tage
10 Minuten pro Tag?

⋅ 4
: 5

Auch hier müssen wir auf der rechten Seite wieder aufgrund des antiproportionalen Zusammenhangs das Rechenzeichen umdrehen, also die 20 Tage in der mittleren Zeile durch 5 dividieren:

: 4
⋅ 5

8 Minuten pro Tag5 Tage
2 Minuten pro Tag20 Tage
10 Minuten pro Tag4 Tage

⋅ 4
: 5

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 10 Minuten pro Tag entspricht: 4 Tage

Antiproportionalität überprüfen

Beispiel:

Prüfe, ob es sich um einen antiproportionalen Zusammenhang handelt; falls nicht, korrigiere die Werte so, dass der Zusammenhang antiproportional wird.

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Wir überprüfen zuerst, ob die 300 km den 8 Liter pro 100km entsprechen.

: 3
⋅ 4

6 Liter pro 100km400 km
2 Liter pro 100km1200 km
8 Liter pro 100km300 km

⋅ 3
: 4

Der urpsrünglich vorgegebene Wert 300 km(für 8 Liter pro 100km) war also korrekt.


Jetzt überprüfen wir, ob die 598 km den 4 Liter pro 100km entsprechen.

: 3
⋅ 2

6 Liter pro 100km400 km
2 Liter pro 100km1200 km
4 Liter pro 100km600 km

⋅ 3
: 2

Der urpsrünglich vorgegebene Wert 598 km (für 4 Liter pro 100km) war also falsch, richtig wäre 600 km gewesen.

Dreisatz (antiprop.) beide Richtungen

Beispiel:

Wenn 4 Personen das Schulhaus putzen, brauchen sie dafür 12 h.

Wie lange bräuchten 3 Personen hierfür?
Wie viele Personen bräuchte man, damit jeder 8 h putzen müsste?

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Zuerst stellen wir den Sachverhalt in einer Tabelle dar:


4 Personen12 h
??
3 Personen?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die Personen in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 4 Personen teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 4 und von 3 sein, also der ggT(4,3) = 1.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 1 Personen:


4 Personen12 h
1 Person?
3 Personen?

Um von 4 Personen in der ersten Zeile auf 1 Personen in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 4 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 12 h nicht durch 4 teilen, sondern mit 4 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 1 Personen links entspricht:

: 4

4 Personen12 h
1 Person48 h
3 Personen?

⋅ 4

Jetzt müssen wir ja wieder die 1 Personen in der mittleren Zeile mit 3 multiplizieren, um auf die 3 Personen in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 4
⋅ 3

4 Personen12 h
1 Person48 h
3 Personen16 h

⋅ 4
: 3

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 3 Personen entspricht: 16 h



Für die andere Frage (Wie viele Personen bräuchte man, damit jeder 8 h putzen müsste?) vertauschen wir die linke mit der rechten Spalte in der Tabelle, weil wir jetzt ja zwei "h"-Werte haben und nach einem "Personen"-Wert gesucht wird:


12 h4 Personen
??
8 h?

Wir suchen einen möglichst großen Zwischenwert für die h in der mittleren Zeile. (Denn je größer diese Zahl ist, umso kleiner ist die Zahl, durch die wir die 12 h teilen müssen.) Diese Zahl sollte eine Teiler von 12 und von 8 sein, also der ggT(12,8) = 4.

Wir suchen deswegen erst den entsprechenden Wert für 4 h:


12 h4 Personen
4 h?
8 h?

Um von 12 h in der ersten Zeile auf 4 h in der zweiten Zeile zu kommen, müssen wir durch 3 teilen. Weil die zwei Größen ja aber antiproportional sind, müssen wir auf der anderen Seite die 4 Personen nicht durch 3 teilen, sondern mit 3 multiplizieren um auf den Wert zu kommen, der den 4 h links entspricht:

: 3

12 h4 Personen
4 h12 Personen
8 h?

⋅ 3

Jetzt müssen wir ja wieder die 4 h in der mittleren Zeile mit 2 multiplizieren, um auf die 8 h in der dritten Zeile zu kommen. Auch das muss links wie rechts durchgeführt werden:

: 3
⋅ 2

12 h4 Personen
4 h12 Personen
8 h6 Personen

⋅ 3
: 2

Damit haben wir nun den gesuchten Wert, der den 8 h entspricht: 6 Personen

Wert bei Anti-Proport. (Anwendungen)

Beispiel:

Ein Raum wird mit 30 LED-Leuchten á 160 Lumen ausgeleuchtet. Aus ästhetischen Gründen sollen nur noch 18 Leuchten im Raum installiert sein, diese sollen aber die gleiche Helligkeit erzeugen. Wie viel Lumen brauchen dann diese neuen LED-Leuchten?

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Da die Zuordnung der beiden Größen antiproportional ist, schreiben wir die Werte am besten mal in eine Tabelle:

Anzahl LED-LeuchtenHelligkeit
30 160 Lumen
( : 30 )( ⋅ 30 )
1 4800 Lumen
( ⋅ 18 )( : 18 )
18 4800 18 Lumen

Die gesuchte Helligkeit ist also 4800 18 = 800 3 = 266 2 3 ≈ 266.667 Lumen