Aufgabenbeispiele von Exponentielle(s) Wachstum / Abnahme

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prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 5 1,05 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 5

f(1) = 5 1,05

f(2) = 5 1,051,05

f(3) = 5 1,051,051,05

f(4) = 5 1,051,051,051,05

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 1,05 multipliziert. Da 1,05 > 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt größer, und zwar auf das 1,05-fache, also auf 105 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Zunahme beträgt also 105% - 100% = 5 %

c und a gegeben

Beispiel:

Bei einer Internetseite kann man davon ausgehen, dass sich die Anzahl der Nutzer wöchentlich um 18% vermehrt. Zu Beginn der Aufzeichnung registriert man 8000 Nutzer.a) Wie hoch ist nach diesem Modell die Anzahl der Nutzer nach 9 Wochen? b) Nach wie vielen Wochen ist die Anzahl der Nutzer auf 208000 angewachsen?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=8000 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Zunahme um 18% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 18% dazukommen,
also Bneu = B + 18 100 ⋅B = (1 + 18 100 ) ⋅ B = 1,18 ⋅ B. Somit ist das a=1,18.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 8000 1,18 t .

zu a)

Gesucht ist die Anzahl der Nutzer zum Zeitpunkt t=9 Wochen, also f(9):

f(9) = 8000 1,18 9 35483,631.

zu b)

Hier wird gefragt, wann die Anzahl der Nutzer = 208000 Nutzer ist, also f(t) = 208000:

8000 1,18 t = 208000 |:8000
1,18 t = 26 |lg(⋅)
lg( 1,18 t ) = lg( 26 )
t · lg( 1,18 ) = lg( 26 ) |: lg( 1,18 )
t = lg( 26 ) lg( 1,18 )
t = 19,6847

Nach ca. 19,685 Wochen ist also die Anzahl der Nutzer = 208000 Nutzer.

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Bei einer Bakterienkultur geht man von exponentiellem Wachstum aus. Zu Beobachtungsbeginn umfasste die Kultur 21 Milionen Bakterien. 11 Stunden nach Beobachtungsbeginn sind es bereits 66,19Millionen Bakterien.a) Wie viel Millionen Bakterien hat die Bakterienkultur nach 4 Stunden? b) Wann umfasst die Kultur 51 Millionen Bakterien?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=21 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 21 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 11 Stunden der Bestand 66.19 Millionen Bakterien ist, also f(11) = 66.19. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 21 a t ein:

21 a 11 = 66,19 |:21
a 11 = 3,1519 | 11
a = 3,1519 11

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 3,1519 11 ≈ 1.11 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 21 1,11 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=4 Stunden, also f(4):

f(4) = 21 1,11 4 31,879.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 51 Millionen Bakterien ist, also f(t) = 51:

21 1,11 t = 51 |:21
1,11 t = 17 7 |lg(⋅)
lg( 1,11 t ) = lg( 17 7 )
t · lg( 1,11 ) = lg( 17 7 ) |: lg( 1,11 )
t = lg( 17 7 ) lg( 1,11 )
t = 8,5023

Nach ca. 8,502 Stunden ist also der Bestand = 51 Millionen Bakterien.

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Eine Bakterienkultur vermehrt sich stündlich um 11%. 9 Stunden nach Beobachtungsbeginn sind es bereits 12,79Millionen Bakterien.a) Wie viel Millionen Bakterien hat die Bakterienkultur nach 10 Stunden? b) Wann umfasst die Kultur 9,4 Millionen Bakterien?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Zunahme um 11% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 11% dazukommen,
also Bneu = B + 11 100 ⋅B = (1 + 11 100 ) ⋅ B = 1,11 ⋅ B. Somit ist das a=1,11.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 1,11 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 9 Stunden der Bestand 12.79 Millionen Bakterien ist, also f(9) = 12.79. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 1,11 t ein:

c ⋅ 1.119 = 12.79

c ⋅ 2.55804 = 12.79 | : 2.55804

c = 5

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 5 1,11 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=10 Stunden, also f(10):

f(10) = 5 1,11 10 14,197.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 9.4 Millionen Bakterien ist, also f(t) = 9.4:

5 1,11 t = 9,4 |:5
1,11 t = 1,88 |lg(⋅)
lg( 1,11 t ) = lg( 1,88 )
t · lg( 1,11 ) = lg( 1,88 ) |: lg( 1,11 )
t = lg( 1,88 ) lg( 1,11 )
t = 6,049

Nach ca. 6,049 Stunden ist also der Bestand = 9.4 Millionen Bakterien.

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 1,094 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Verdopplungszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 1,094 t ablesen: a=1.094.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.094(2) ≈ 7.72 (Zeiteinheiten)

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

Ein Konto wird mit 2% verzinst.Bestimme die Zeit bis sich der Kontostand verdoppelt hat.

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Die prozentuale Zunahme um 2% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 2% dazukommen,
also Bneu = B + 2 100 ⋅B = (1 + 2 100 ) ⋅ B = 1,02 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=1,02.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.02(2) ≈ 35 Jahre

Exponentialterm mit Halbwertszeit best.

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element mit einer Halbwertszeit von 4,3 Jahren sind zu Beobachtungsbeginn 70kg vorhanden. Bestimme den Funktionsterm der Exponentialfunktion, die die Masse des radioaktiven Elements nach t Jahren angibt.

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Von der allgemeinen Exponentialfunktion f(t)= c · a t können wir den Anfangswert c = 70 direkt der Aufgabe entnehmen.

Um nun noch den Wachstumsfaktor a zu bestimmen, nutzen wir die Formel für die Halbwertszeit: TH = loga( 1 2 ).

Also 4.3 = loga( 1 2 ). Nach der Definition des Logarithmus ist dies gleichbedeutend mit

a 4,3 = 1 2 | 4,3
a1 = - ( 1 2 ) 1 4,3 -0,851
a2 = ( 1 2 ) 1 4,3 0,851

Das gesuchte a ist somit 0,851 ≈ 0.85, der gesuchte Funktionsterm f(t)= 70 0,85 t