Aufgabenbeispiele von Exponentielle(s) Wachstum / Abnahme

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prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 156 0,7 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

Lösung einblenden

f(0) = 156

f(1) = 156 0,7

f(2) = 156 0,70,7

f(3) = 156 0,70,70,7

f(4) = 156 0,70,70,70,7

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 0,7 multipliziert. Da 0,7 < 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt kleiner, und zwar auf das 0,7-fache, also auf 70 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Abnahme beträgt also 100% - 70% = 30 %

c und a gegeben

Beispiel:

Eine Bakterienkultur vermehrt sich stündlich um 35%. Zu Beobachtungsbeginn umfasste die Kultur 25 Milionen Bakterien.a) Wie viel Millionen Bakterien hat die Bakterienkultur nach 12 Stunden? b) Wann umfasst die Kultur 2025 Millionen Bakterien?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=25 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Zunahme um 35% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 35% dazukommen,
also Bneu = B + 35 100 ⋅B = (1 + 35 100 ) ⋅ B = 1,35 ⋅ B. Somit ist das a=1,35.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 25 1,35 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=12 Stunden, also f(12):

f(12) = 25 1,35 12 916,105.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 2025 Millionen Bakterien ist, also f(t) = 2025:

25 1,35 t = 2025 |:25
1,35 t = 81 |lg(⋅)
lg( 1,35 t ) = lg( 81 )
t · lg( 1,35 ) = lg( 81 ) |: lg( 1,35 )
t = lg( 81 ) lg( 1,35 )
t = 14,6431

Nach ca. 14,643 Stunden ist also der Bestand = 2025 Millionen Bakterien.

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

In einem Land hat man festgestellt, dass die Anzahl einer bestimmten Insektenart exponentiell abnimmt. Zu Beginn der Beobachtung wurden 11 Millionen dieser Insekten geschätzt. 8 Jahre nach Beobachtungsbeginn werden noch 2,73 Millionen der Insekten geschätzt. a) Wie viele Millionen der Insekten gibt es in dem Land noch nach 11 Jahren? b) Wann erwartet man nur noch 1 Millionen dieser Insekten?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=11 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 11 a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 8 Jahre der Bestand 2.73 Millionen Insekten ist, also f(8) = 2.73. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 11 a t ein:

11 a 8 = 2,73 |:11
a 8 = 2,73 11 | 8
a1 = - 2,73 11 8 -0,84
a2 = 2,73 11 8 0,84

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 0,84 ≈ 0.84 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 11 0,84 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=11 Jahre, also f(11):

f(11) = 11 0,84 11 1,616.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 1 Millionen Insekten ist, also f(t) = 1:

11 0,84 t = 1 |:11
0,84 t = 1 11 |lg(⋅)
lg( 0,84 t ) = lg( 1 11 )
t · lg( 0,84 ) = lg( 1 11 ) |: lg( 0,84 )
t = lg( 1 11 ) lg( 0,84 )
t = 13,7531

Nach ca. 13,753 Jahre ist also der Bestand = 1 Millionen Insekten.

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein radioaktives Element verliert jeden Tag 11% seines Bestands. 10 Tage nach Beobachtungsbeginn sind nur noch 15,59kg dieses Elements vorhanden. a) Wie viel kg des Elements sind 4 Tage nach Beobachtungsbeginn vorhanden? b) Wann sind nur noch 20kg vorhanden?

Lösung einblenden

Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Abnahme um 11% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 11% weggehen,
also Bneu = B - 11 100 ⋅B = (1 - 11 100 ) ⋅ B = 0,89 ⋅ B. Somit ist das a=0,89.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 0,89 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 10 Tage der Bestand 15.59 kg ist, also f(10) = 15.59. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 0,89 t ein:

c ⋅ 0.8910 = 15.59

c ⋅ 0.31182 = 15.59 | : 0.31182

c = 50

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 50 0,89 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=4 Tage, also f(4):

f(4) = 50 0,89 4 31,371.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 20 kg ist, also f(t) = 20:

50 0,89 t = 20 |:50
0,89 t = 2 5 |lg(⋅)
lg( 0,89 t ) = lg( 2 5 )
t · lg( 0,89 ) = lg( 2 5 ) |: lg( 0,89 )
t = lg( 2 5 ) lg( 0,89 )
t = 7,8629

Nach ca. 7,863 Tage ist also der Bestand = 20 kg.

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 1,066 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Verdopplungszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 1,066 t ablesen: a=1.066.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.066(2) ≈ 10.85 (Zeiteinheiten)

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

Eine Bakterienkultur vermehrt sich stündlich um 26%. Bestimme die Zeit bis sich die Größe der Bakterienkultur verdoppelt hat.

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Die prozentuale Zunahme um 26% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 26% dazukommen,
also Bneu = B + 26 100 ⋅B = (1 + 26 100 ) ⋅ B = 1,26 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=1,26.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.26(2) ≈ 3 Stunden

Exponentialterm mit Halbwertszeit best.

Beispiel:

Von einem radioaktiven Element mit einer Halbwertszeit von 9,6 Jahren sind zu Beobachtungsbeginn 100kg vorhanden. Bestimme den Funktionsterm der Exponentialfunktion, die die Masse des radioaktiven Elements nach t Jahren angibt.

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Von der allgemeinen Exponentialfunktion f(t)= c · a t können wir den Anfangswert c = 100 direkt der Aufgabe entnehmen.

Um nun noch den Wachstumsfaktor a zu bestimmen, nutzen wir die Formel für die Halbwertszeit: TH = loga( 1 2 ).

Also 9.6 = loga( 1 2 ). Nach der Definition des Logarithmus ist dies gleichbedeutend mit

a 9,6 = 1 2 | 9,6
a = ( 1 2 ) 1 9,6

Das gesuchte a ist somit ( 1 2 ) 1 9,6 ≈ 0.93, der gesuchte Funktionsterm f(t)= 100 0,93 t